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Donnerstag, 29.5.2014

Ightham Manor

Ein Gutshof mit Ursprüngen aus dem 14. Jahrhundert. Der erste Teil, der um 1320 erbaut wurde, bestand aus einer Krypta mit darüber liegender Kapelle, einer Main Hall und zwei Parlors (Schlaf- und Rückzugsräume). Historisch wöertvoll ist das Gebäude vor allem, weil nach der Fertigstellung der Umbauung des Innenhofes mit der neuen Kapelle im 16. Jahrhundert die danach folgenden Besitzer kaum Änderungen an diesem Haus gemacht haben. Das Haus, das auch wehrhaften Charakter hatte, ist von einem mit Wasser gefüllten Graben umschlossen, über den drei Brücken in das Haus führen. Ende des 19. Jahrhunderts renovierte es Sir Thomas Colyer-Fergusson und ließ Zentralheizung und Badezimmer einbauen, organisierte den Küchenbereich neu und modernisierte. Nach seinem Tod im Jahre 1951 ging das Haus an seinen Enkel, einem Junggesellen, der ob der horrenden Erhaltungs- und Renovierungskosten das Haus verkaufen wollte. Es war vorgesehen, das Haus entweder abzureißen oder es in Wohnungen aufzuteilen. Drei Männer aus der Gegend brachten 5.500 Pfund auf, damit gewartet wird, ob sich  nicht ein anderer Käufer findet, der das Haus erhalten will. Zwei Jahre später war es so weit, ein Amerikaner kaufte das Haus, konnte sich aber aus steuerlichen Gründe nur 14 Wochen im Jahr dort aufhalten. Er vermachte das Haus dem National Trust, der es um 10 Millionen Pfund renovieren ließ.
Der Garten, eher ein Park, hatte viel Freiraum - vor dem Haus ein rechteckiger, Main Lawn von dem aus sich der Garten in Terassen in immer mehr ursprünglicher Gestaltung fortsetzte. Nach den starken Regenfällen der letzten Tage gab es im Garten viele Quellen, überall aus dem Boden quoll Wasser hervor, das in kleinen und kleinsten Bächleins zum großen Teich rann, Teile der Rasen- und Wiesenflächen waren gesperrt, weil der Boden dort so stark aufgeweicht war.

An diesem Haus sieht man deutlich die verschiedenen Bauperioden.
   

   

Auch im Inneren, links die Krypta aus dem 14. Jahrhundert, die Kaminwand eines Raumes aus einer späten Periode, allerdings schon renoviert. Die chinesische Papier-Tapete hat auch schon einige hundert Jahre auf der Wand verbracht.
   

Ein beeindruckender Baum aus dem Garten - der Wasserfall hat ganz schön zu tun, das Wasser aus dem darüber liegenden Teich abzuführen.
   


Koordinaten: 51.2583 N, 0.26855 E

Emmetts Garden

Emmett ist ein in dieser Gegend gebräuchliches Wort für Ameisen, der Garten hat den Namen von den riesigen Ameisenhügel bekommen, die bis in die Fünziger Jahre im Garten vorkamen.  Der Garten selbst ist für englische Verhältnisse ein junger Garten, er wurde in dne 1890ern angelegt, als auch das Haus gebaut wurde, das noch immer privat  genutzt wird und nicht zu besichtigen ist. Im parkartigen Garten gibt es einen Rosengarten und einen Steingarten. Außerdem gibt es noch eine "Ram Pump", einen sogenannten hydraulischen Widder, eine Pumpe, die vom zufließenden Wasser betrieben einen Teil dieses Wasser hochpumpt. Man kann damit Förderhöhen von bis zu 300 m erreichen, das Haus hatte diese Pumpe dringend  notwendig, liegt es doch auf einem 180 m hohen Sandstein-Bergrücken.

So klein können Rhododendren sein - und so voll Blüten können sie sein, dass die Blätter kaum mehr zu sehen sind
   

Die Kinder haben jedes eine kleine Puppe mit, ihr Vater drapiert die Puppe an verschiedensten Stellen und fotografiert sie dann - auch unter körperlichen Einsatz
Ein Blick in die Ferne - wie in den englischen Gärten üblich hat man so einen Ausblick an wenigen Plätzen im Garten, wo eine Lücke zwischen den Bäumen gelassen wurde.
   


Koordinaten: 51.2515 N, 0.1193 E

Unseren nächsten Campingplatz haben wir leichter gefunden als den gestrigen, aber mit Müh und Not einen Platz bekommen. Regen, Regen, Regen hat den Platz so aufgeweicht, dass große Teile des Platzes gesperrt waren.

Kooridinaten: 51.285422 N 0.452153 W



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